Astrophytum ornatum, im Venadostal, Hidalgo
Das Venadostal um 1400 m ü.d.M. ist berühmt und bekannt durch die hier endemisch wachsenden „Greisenhäupter“, Cephalocereus senilis. Während die steilen Flusshänge eine reiche Sukkulentenflora aufweisen, wird das fruchtbare Tal intensiv landwirtschaftlich genutzt. Abgesehen von extremen Steillagen bilden für Astrophytum ornatum die von Buschwerk und Hechtien bewachsenen, mit Kalk- und Lavagestein durchsetzten Südhänge des Tales gute Lebensbedingungen. Etwas abseits von den vielfach begangenen Pfaden gibt es dichte Populationen mit ausgewogener Altersverteilung. Bei erwachsenen Pflanzen ist die Epidermis von der Basis aus bis zu zwei Drittel der Höhe rotbraun bis dunkelgrau verborkt. Lediglich Jungpflanzen bis zu 13 cm Durchmesser sind so wie wir sie in unseren europäischen Sammlungen als „schön“ bezeichnen, nämlich ohne braune Rinde und dicht beflockt. Mit zunehmendem Alter wird die Beflockung mehr und mehr reduziert. Große Pflanzen besitzen nur noch vereinzelte, streifenförmige Flockenfelder, teilweise ist bei ihnen die Epidermis gänzlich nudal. Die eng stehenden, filzigen Areolen sind dicht mit gelb- bis honigfarbenen, im Alter grau-schwarzen, 8 bis 11 cm langen, geraden Dornen bewehrt. Aus mittlerer Distanz vermitteln sie den Eindruck als wären die Rippenkanten mit einem Dornenkamm besetzt. Während wir in Kultur selten Ornaten finden deren Rippenzahl acht überschreitet, sind bis zu elf Rippen im Venadostal keine Ausnahme.
Begleitflora im Venadostal:
Cephalocereus senilis, Cnidoscolus urens, Coryphantha erecta, Echinocactus platyacanthus, Ferocactus glaucescens, Mammillaria geminispina, Mammillaria longimamma, Myrtillocactus geometrizans, Pachycereus marginatus, Opuntia spec., Tillandsia recurvata.
Bilder:
Serie 1
Serie 2
Begleitflora
Fundortkarte Venados / map Venados
Astrophytum ornatum
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