Beschreibungen von / descriptions of Astrophytum ornatum (De Candolle) Weber
Erstbeschreibung / original description Echinocactus ornatus (Astrophytum ornatum) DE CANDOLLE, A. P. (1828): Echinocactus ornatus Memoires du Museum d'Hist. Naturelle (Revue de la Famille des Cactees) 17: 114
[114]
"E. ORNATUS, subglobosus, costis 8 profundis compressis verticalibus, floccis albis seriatis transversè ornatis, fasciculis cujusque costae 3, aculeis 7 rectis flavidis et 1 centrali. _ in Mexico. Coulter, no 40. Pl. diam. 5 poll. An flocci constantes, an morbidi? Fasciculi intervallo 1.5 - 2 poll. Aculei 10 - 12 lin."
Übersetzung in SADOVSKY, O.; SCHÜTZ, B. 1979 . Flora-Verlag, Titisee-Neustadt, Die Gattung Astrophytum, Seite 56:
"Echinocactus ornatus, fast kugelförmig, mit 8 hohen, senkrechten Rippen, mit weißen Flocken geziert, die in Querreihen angeordnet sind; auf jeder Rippe 3 Stachelbündel mit 7 geraden, gelblichen Stacheln und einem Mittelstachel. Heimat Mexiko. COULTER Nr. 40. Pflanzendurchmesser 5 Zoll. Sind die Flocken konstant, oder sterben sie ab? Die Stachelbündel sind untereinander 1 1/2 bis 2 Zoll entfernt. Stacheln 10-12 Linien lang."
Anmerkung zu den Längenmaßen (Hoock, H.): Dem Lexikon der gesamten Technik, von Otto Lueger, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, Leipzig, Berlin, Wien von 1894 ist auf Seite 34-35 von Band 6 u.a. zu entnehmen, dass die Längenmaße in den verschiedenen Ländern auch innerhalb der Nationalstaaten voneinander abwichen. Beispiele: Bayern 1 Fuss zu 10 Zoll zu 10 Linien = 0,30 m / Frankreich 1 Pariser Fuss zu 12 Zoll zu 12 Linien = 0,3248 m. Der Pflanzendurchmesser war nach dem Pariser Maß also 13,5 cm, die Areolen hatten einen Abstand von 4 bis 5,4 cm, die Dornenlänge betrug bis 22 bis 27 mm.
Nachbeschreibung / further description Echinocactus tortus (Astrophytum ornatum) SCHEIDWEILER, M. J. (1838): Echinocactus tortus Bulletins de l'Academie Royale des Sciences et belles-lettres de Brux. 5: 493
[493]
"2. ECHINOCACTUS TORTUS.
E. oblongus vel subglobosus octangularis, laete viridis, quandoque maculis bruneis irregularibus notatus; costis compressis spiraliter tortis, tuberculis albis lanuginosis tectis; sinubus undulatis; areolis remotiusculis, flavo dein griseo tomentosis; aculeis 8-10, supremis minoribus, medio vel infimo longissimo gladiato, mediis rectis, summis recurvulis, cylindricis aut compressis, pallide flavis, basi aureis transversim striatis; sepala subulata pungentia.
Habitat ad rupes prope d'ila del Pennasco."
Nachbeschreibung / further description Echinocactus holopterus (Astrophytum ornatum) MIQUEL, F. W. A. in SCHLECHTENDAL, D. F. L. (1838): Echinocactus holopterus MQ. Linnaea 12: 2-3
[2]
"...2. Echinocactus holopterus Mq. Ovalis, costis octo altissimis planissimis, foliaceis, spiraliter sinistrorsum adscen-
[3]
dentibus, dorsis acutis inter tubercula paullo impressis, ad latera infra tubercula utrinque tumidulis; tuberculis remotis, juniorum areolis albo-velutinis, senilium nudis, omnibus parvis ovalibus elevatis. Spinis omnibus homogeneis fusco-flavis, subteretibus, basi fusca angulatis, externis 6-7 erecto-patentibus, centrali una vix longiori erecta.
Specimen paulo morbosum, costarum dorsis maculis lanuginosis albis adspersis firmiter adhaerentibus, num mycetoïdeis? Truncus 7 centim. altus; 7-8 in diametro. Costae 2-3 centim. altae, sinubus acutis amplis diremtae, spiraliter circa caulem sitae, quaevis 1/3 spiram fere efformans ac si totus truncus contortus esset; in vertice coëunt omnes. Ad tubercula paullo elevantur. Singularis plantae habitus ex costarum altitudine et sinuum profunditate (1/3 diametri totius trunci spatium) imprimitur, trunco tenuiori magnis tenuibusque costis quasi alato. Tubercula 2-4 centim. distant. Spinae nascentes pallidiora, transverse striulatae. Sp. radiantes 2-3 cent. longae, per paria oppositae, rarius suprema septima impari; centralis situ et directione, nec forma distincta; longissima 4 centim. metitur. Seniores minus splendentes, subpruinoae.
Collocandus in numerosam tribum, quae costis acuatis praeditos Echinocactos continet, a quibus omnibus costarum forma et magnitudine differt. Spinarum situ et habitu ad. E. recurvum Link et Otto (Verhandl. zur Beförd. des Gartenb. f. Preuss. T. III. p. 426. Tab. XX.) accedit, at costis paucioribus, majoribus, non crenatis, spinisque homogeneis flavicantibus distinctissimus. - E. oxypterus Zuccarini (Pfeiffer Enum. p. 57) a nostro differt: costis 15, sinubus dein planiusculis (in nostro per totum truncum aeque altis), spina centrali majori aliisque notis..."
Nachbeschreibung / further description Echinocactus Ghisbrechtii (Astrophytum ornatum) SALM-DYCK, J. (1850b): Beitrag zur Cacteen-Kunde (Echinocactus Ghisbrechtii H. PAR.) Allgemeine Gartenzeitung 18 (50): 394-395
[394]
"Nachtrag zu dem Verzeichnisse der Cactaceae in horto Dyckensi cultae, anno 1849...Seit dem Ende des vorigen Jahres sind mehrere neue Cacteen in meinen Garten eingeführt worden, die ich nachträglich zu beschreiben wünsche..."
[395]
"4) Echinocactus Ghisbrechtii H. Par.
E. caule ellipsoideo perviridi mox purpurascenti-brunneo cuticulaque solubili grisea obducto, costis 8 verticalibus compressis obtusiusculis sinu lato profunde divisis, pulvillis confertissimis orbiculatis tomento nigro lanaque parca grisea instructis; aculeis numerosis valde elongatis acicularibus flexile rigidis incurvatim erectis confertis, summis gracilioribus lateralibus 6 valdioribus centralique validissimo bipolarici et ultra, omnibus concoloribus brunneo-fuscis.
Der Stamm ist 8 Zoll hoch, in der Mitte 6 Zoll breit, nach oben und unten verjüngt beilaufend, und mit nabelförmigem Scheitel. Die Rippen sind durch breite tief eingeschnittene scharfe Buchten getheilt, fleischig, ziemlich zusammengedrückt und nach dem Stamme zu abgestumpft, mit Stachelkissen versehen, die kaum 2-3 Linien von einander stehen, und sehr lange zusammengedrängte aufsteigend verflochtene Stacheln tragen.
Von allen übrigen Arten dieser Abtheilung ( 2.
Macrogoni) weicht der E. Ghisbrechtii beim ersten Anblick durch seine braune Farbe des Stammes und durch einen grauen schorfartigen Hautausschlag ab, der nicht, wie bei dem E. ornatus, aus kleinen getrennten Haarbüscheln gebildet ist; so wie auch durch seine mit sehr langen gedrängten und aufsteigenden Stacheln besetzten Kanten.
Er bewohnt das an Cacteen so reiche Thal Mextitlan, 45 Stunden nordöstlich von der Stadt Mexiko, in welchem auch E. ornatus und der Pilocereus senilis wachsen.
Eingeführt durch Herrn Ghisbrecht im Jahre 1844."
Nachbeschreibung / further description Echinocactus ornatus (Astrophytum ornatum) DIETRICH, A. (1851): Beiträge zur Cacteenkunde (Echinocactus capricornis) Allgemeine Gartenzeitung 19 (35): 274
[274]
"1. Echinocactus ornatus De Cand.
E. subglobosus, floccis albis seriatis transverse ornatus, costis octo crassis repando-crenatis, sinubus profundis acutis, areolis demum nudis, aculeis validis (Anm.:su)bcompressis flavicantibus, 7-8 marginalibus rectis vel subrecurvatis, centrali unico longiore horizontaliter porrecto.
E. ornatus De Cand. Revue p. 114, Pfeiff. enum. p. 62
E. holopterus Miq. in Schlecht. Linn. XII. p. 2.
E. Mirbelii Lem. - Allg. Gartenzeit. VIII. p. 223.
Habitat in Mexico.
Diese bekannte Art befindet sich hier in schönen, kräftigen, 5-6'' hohen und ebenso breiten Exemplaren. Die sehr großen dicken Rippen sind fast scheitelrecht und nur wenig spiralförmig aufsteigend. Die Areolen sind wahrscheinlich immer nackt, wenigstens habe ich auch an den jüngeren keine Wolle wahrnehmen können. Die Stacheln sind alle stark, aber nur schwach zusammengedrückt, die Randstacheln stehen strahlenartig, sind entweder gerade oder mit dem oberen Theil doch nur schwach nach hinten gebogen, (Anm.: ?) Zoll lang, der Mittelstachel ist ganz gerade, 2.5 Zoll lang und wagrecht vorgestreckt. Durch diese fast oder ganz geraden Stacheln unterscheidet sich diese Art schon auffallend von der folgenden, wo sie nicht allein schon stark gekrümmt, sondern auch flacher sind. (Anm.: Echinocactus capricornis) Herr Heyder kultivirt davon zwei Formen, wenn sie so zu nennen sind; die gewöhnliche ist an den Seiten der Rippen dicht mit reihenweise stehenden Wollflöckchen, wie mit kleinen Schuppen oder Schülfern besetzt, bei der anderen Form fehlen diese zum Theil und finden sich nur zerstreut in halben oder viertel Reihen in der Nähe der Kanten; im Uebrigen sind beide Formen ganz gleich. Die letztere Form hat geblüht und es kamen aus dem Scheitel zwei Blumen dicht neben einander hervor, von denen sich die zweite entwickelte, nachdem die erste verblüht war. Die vollkommene Blume war ungefähr zwei Zoll lang, aber weit trichterförmig ausgebreitet, äußerlich von einer gelblichen braunen Farbe, und mit einem wollenartigen Überzug bekleidet, der sehr locker und flockig ist, und nach oben die Spitze der Kelchblätter wie mit einem spinnwebenartigen Netz verbindet; die Kelchröhre nach oben zu allmählich erweitert, aus dachziegelartigen Schuppen gebildet, von denen die unteren pfriemenförmig, dornartig, stechend und schwarz, die oberen kronenblattartig und gelb sind, nach oben zu röthlich werden, mit abgerundeter Spitze und daselbst mit einem pfriemenförmigen schwarzen Stachel besetzt, der sich auch noch auf der größten Anzahl der Kronenblätter findet, aber immer kleiner wird, bis er endlich ganz verschwindet. Kronenblätter ungefähr 30, unregelmäßig in zwei Reihen stehend, umgekehrt-lanzettförmig, nach oben zu verbreitert und aus dem breiten Theil plötzlich ziemlich lang zugespitzt und in eine kurze feine Borste ausgehend; sie sind schwefelgelb, äußerlich wie gekielt und an dem schwachen Kiel oft etwas geröthet. Staubgefäße zahlreich, kaum halb so lang als die Kronenblätter, mit schwefelgelben Staubfäden und dunkelgoldgelben Antheren. Griffel kaum so lang als die Staubgefäße, mit sieben langen, linienförmigen, schwefelgelben Narben, welche ziemlich lang aus den Staubgefäßen heraussehen."
LABOURET, J. (1853): Monographie de la Famille des Cactees, Libraire agricole de la Maison Rustique, Paris, Seite 482
Labouret folgt Salm-Dyck in der Systematik und bildet unter Echinocactus eine Sektion ("Groupe") Asteroidei.
Original Teil 1 / part 1
Original Teil 2 / part 2
Umkombination / recombination Astrophytum ornatum WEBER A. (1896): Cactées, D. Bois, Dictionnaire d'Horticulture Paris: 467
(ungültig veröffentlicht)
[467]
"...E. ornatus DC. [Syn.: E. Mirbelii Lem., E. holopterus Miq., E. tortus Scheidw., Astrophytum ornatum Web.] - Mexique central, Zimapan. -
Tige claviforme, plus tard columnaire, atteignant plus d'un mètre de haut, sur 30 cm. diam.; 8 côtes très profondes, comprimées; sillons très aigus. Epiderme vert grisâtre, parsemé de points blancs comme l'E. myriostigma, mais moins nombreux. Aréoles plus ou moins éloignées, garnies de duvet brun et d'aiguillons jaunâtres, quelquefois méplants, rigides, longs de 3 à 5 cm.; 7 à 8 extérieurs, 1 central. Fleurs jaune pâle, semblables à celles de l'E. myriostigma..."
Umkombination / recombination Astrophytum ornatum (De Candolle) Weber* BRITTON, N. L.; ROSE, J. N.; 1937 The Cactaceae - Descriptions and Illustrations of Plants of the Cactus Family, page 185
(validierte Veröffentlichnung von WEBER)
[185]
Subglobose to cylindric, 3 dm. high or more, the surface more or less white-floccose; ribs 8, rather prominent, 2 cm. high or more, acute; areoles 1 to 5 cm. apart, felted; spines 5 to 11, subulate, yellow at first, becoming brown, often 3 cm. long; flowers large, lemon-yellow, 7 to 9 cm. broad; inner perianth-segments broadly oblong, with a broad, more or less serrated apex; scales on ovary very narrow.
footnote: * This binomial has several times been credited to Weber, but has never been formally published.
Astrophytum ornatum
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