Astrophytum myriostigma v. columnare (K. SCH.) Tsuda
Einführung:
Astrophytum myriostigma v. columnare wurde sozusagen „am Schreibtisch“ durch die damals regelmäßige Monatsversammlung der Deutschen Kakteengesellschaft „erfunden“. Über die der Erstbeschreibung zu Grunde liegenden, vermutlich importierten Exemplare, sind leider keine näheren Angaben überliefert. Es ist richtig, dass es schlankwüchsige Myriostigmen in der Natur gibt, aber ein Habitat das ausschließlich Pflanzen beherbergt, die der Schumann’schen Definition entsprechen, hat in über 100 Jahren niemand entdecken können. Berichte über Einzelpflanzen vor allem in der Gegend um die Huizache-Kreuzung in San Luis Potosí gibt es von Glass und Foster. Glass hat dem Verfasser im Gespräch mitgeteilt, dass diese Exemplare immer isoliert gefunden wurden. Ein interessantes Foto einer 90 cm hohen Pflanze wurde durch Peter Schätzle in einer Kakteensammlung in Parras de la Fuente aufgenommen, sie stammt ebenfalls aus der Gegend um Huizache (SCHÄTZLE, P. 1990 S. 94).
Der zu seiner Zeit beste Astrophytum-Spezialist H. W. Viereck hat Astrophytum myriostigma v. columnare und Astrophytum myriostigma ssp. tulense als Synonyme betrachtet. Das Tulense südlich Tula in Tamaulipas bildet eine homogene Pflanzengemeinschaft. Es weicht vom Columnare der Erstbeschreibung allerdings durch höhere Rippenzahlen und vor allem durch intensiv duftende Blüten ab.
Der Verfasser betrachtet Astrophytum myriostigma v. columnare ebenfalls als ungesichertes Synonym von Astrophytum myriostigma ssp. tulense.
Astrophytum myriostigma v. columnare
Astrophytum myriostigma
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