Historie von Astrophytum myriostigma Lemaire, Ch. (Typ)


1837 Entdeckt Galeotti bei der Hacienda de San Lazaro, 50 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt die Pflanzen. SCHUMANN, K. (1903): Gesamtbeschreibung der Kakteen, Monographia Cactacearum, 2. ed. mit den Nachträgen von 1898-1902, Seite 321. Megata irrt wenn er Ehrenberg als Entdecker nennt: Megata (1944), Seite 4. Allerdings hat Ehrenberg zur selben Zeit wie Galeotti in dieser Gegend Pflanzen gesammelt und später selbst Galeotti als Entdecker genannt in: EHRENBERG, C. A. in SCHLECHTENDAL, D. F. L. (1847): Beitrag zur Geschichte einiger mexicanischer Cacteen, Linnaea 19 (3) Seite 358

1839 Erstbeschreibung von Astrophytum myriostigma durch LEMAIRE, CH. (1839): Cactacearum Genera nova Speciesque novae et omnium in Horto Monvillano cultarum: 4-6. Dies war auch gleichzeitig die Beschreibung der neuen Gattung mit Astrophytum myriostigma als Typ-Spezies. Die Pflanzen wurden von Galeotti im Staat San Luis Potosi in der Nähe des heutigen Charco Blanco gesammelt. Es ist also unberechtigt eine Varietät Astrophytum myriostigma v. potosinum zu errichten, wie das später Möller tat: Echinocactus myriostigma subsp. potosina MÖLLER, H. (1927): Beobachtungen an Astrophyten Zeitschrift f. Sukkulentenkunde 3 (3): 52-54

1839 Galeotti beschreibt fast zeitgleich mit Lemaire die von ihm gesammelten Pflanzen als Cereus callicoche, Cereus inermis: GALEOTTI, H. G. in SCHEIDWEILER, M. J. (1839): Cereus callicoche GALEOTTI Bulletins de l'Academie Royale des Sciences et belles-lettres de Brux. 6: 88

1838 ? Erste Blüte eines Astrophytum myriostigma in Europa James Courant, Le Havre: FÖRSTER, C. F. (1846): Handbuch der Cacteenkunde in ihrem ganzen Umfange, Im. Tr. Wöller-Verlag, Leipzig, Seite 459-460

1839 Erste Blüte eines Astrophytum myriostigma bei Francois Vandermaelen, Brüssel einem Gönner Galeottis: SCHUMANN, K. (1903): Gesamtbeschreibung der Kakteen, Monographia Cactacearum, 2. ed. mit den Nachträgen von 1898-1902, J. Neumann Verlag, Neudamm, Seite 321

1841 Erwähnt Lawrence in der Collection of the Rev. Theodore Williams, at Hendon unter dem Gattungssynonym Astrophyton zwei Spezies, nämlich 1. myriostigma und 2. depressa; insgesamt 4 Pflanzen: LAWRENCE, G. in LOUDON, J. C. (1841): Catalogue of the Cacti in the Collection of the Rev. Theodore Williams, at Hendon Vicarage, Middlesex., The Gardeners Magazine, (17) Seite 321

1844 Mittler veröffentlicht eine Liste der Sammlungen in denen Astrophytum myriostigma gepflegt wird z.B. HAAGE jun. Erfurt, SCHELHAASE Kassel: MITTLER, L. (1844): Taschenbuch für Cactusliebhaber, Leipzig, In Commission bei Ludwig Schreck, Seite 46

1845 beschreibt Zuccarini bei der Abhandlung über Astrophytum asterias auch Astrophytum myriostigma sehr genau: ZUCCARINI, J. G. (1845): Echinocactus asterias in: Abhandlungen der mathem.-physik. Classe der Königlich Bayrischen Akademie der Wissenschaften, IV-2., Seite 15. Er erwähnt hierbei auch, dass Karwinsky Astrophytum myriostigma unter dem Namen Echinocactus doctoralis nach St. Petersburg sandte.

1845 oder schon früher? sendet Staines Pflanzen aus San Luis Potosi an den Botanischen Garten Kew in England. Sie werden im Botanischen Magazin beschrieben und blühend abgebildet. Eine Frucht konnte damals noch nicht beobachtet werden: Anonym (1845): Echinocactus myriostigma, Bot. Mag. 71, Tab. 4177

1845 erwähnt Salm-Dyck Astrophytum myriostigma in seiner Sammlung: SALM-DYCK, J. (1845): Cacteae in Horto Dyckensi cultae anno 1844, Paris: 22

1850 Nachbeschreibung als Echinocactus myriostigma durch SALM-DYCK, J. (1850): Cacteae cultae in Horto Dyckensi anno 1849 Bonn: 155-156

1853 Nachbeschreibung als Echinocactus Myriostigma (Salm.) durch: LABOURET, J. (1853): Monographie de la Famille des Cactees, Libraire agricole de la Maison Rustique, Paris, Seite 205. Labouret vertritt die Einteilung von Salm-Dyck, der unter Echinocactus die Sektion ("Groupe" bei Labouret) Asteroidei mit Echinocactus asterias und Echinocactus myriostigma kannte.

1896 Schumann verwechselt ein Astrophytum myriostigma das Reichenbach aus Mexiko mitbringt mit Astrophytum asterias: SCHUMANN, K. (1896): Echinocactus asterias ZUCC., Monatsschrift f. Kakteenkunde, Band 6 (2) Seite 23

1902 Möglicherweise die erste veröffentlichte Fotografie von Astrophytum myriostigma. Das Foto stammt von Charles Darrah, Heaton, Mersey und zeigt eine blühende, vierrippige Pflanze: SCHUMANN, K. (1902): Echinocactus myriostigma S.D., Monatsschrift f. Kakteenkunde 12 (1), Seite 4

1903 Ein Foto eines Astrophytum myriostigma von DE LAET mit sehr genäherten Areolen wird in der Monatsversammlung der Deutschen Kakteengesellschaft besprochen. SCHUMANN spricht die Vermutung aus, dass es eventuell Astrophytum asterias sein könnte.

1907 sammelt Reichenbach in der Nähe von Bahnlinien u.a. auch Astrophytum myriostigma "...in Kopfgröße..." und sendet sie nach Deutschland an Herrn Johann Nikolai: REICHENBACH, F. (1907): Importen, Monatsschrift f. Kakteenkunde 17 (4) Seite 50

1911 Meyer, R. berichtet über Importpflanzen für die Firma Grässner die insgesamt sehr variabel in ihrer Gestalt sind. Schumann hat Astrophytum myriostigma mit abgerundeten Rippenkanten mit dem damals verlorenen Astrophytum asterias verwechselt: MEYER, R. (1911): Über Echinocactus myriostigma S.-D. und Echinocactus asterias ZUCC., Monatsschrift f. Kakteenkunde 21 (6), Seite 89-91

Beschreibungen
Astrophytum myriostigma
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