Die Pflege der Astrophyten


Substrat: Für Astrophytum asterias, A. capricorne, A. coahuilense, A. caput-medusae mineralisches, für Wasser gut durchlässiges Substrat verwenden. Zum Beispiel Ziegelsplitt mit Sand vermischt. Für Astrophytum ornatum und A. myriostigma ist zusätzlich etwas Humusanteil von Vorteil.

Tiefe Pflanzgefäße wegen der Rübenwurzel nur bei A. asterias, A. caput-medusae. Alle anderen Astrophyten sind Flachwurzler und benötigen flachere Gefäße.

Wachstumszeit in Europa März bis Oktober. Sonniger, bei A. asterias bis leicht schattiger Stand. In dieser Zeit durchdringend wässern, nur wenn das Substrat ausgetrocknet ist. Staunässe ist auf jeden Fall zu vermeiden. Besonders empfindlich regiert darauf A. capricorne v. minus.

Düngen: Zwei- bis dreimal pro Wachstumszeit mit einem stickstoffarmen Dünger.

Pfropfen empfiehlt sich nur zum schnellen Wachstum für Sämlinge. Die gepfropften Pflanzen nach spätestens zwei Jahren abnehmen und neu bewurzeln.

In der Ruhezeit von November bis Februar trocken halten bei Temperaturen von 8-12 Grad Celsius. Sehr mäßige Wassergaben an sonnigen Tagen bei A. asterias und Sämlingen unter einem Jahr während der Ruhezeit verhindern ein übermäßiges Schrumpfen, aber das setzt Mindesttemperaturen wie o.g. voraus.

Vorsicht: In der Ruhezeit keine hohe Luftfeuchtigkeit! Zu niedere Temperaturen unbedingt vermeiden. Wird dies nicht beachtet bilden sich z.B. bei A. myriostigma v. nudum, A. niveum f. nudum rote Epidermisflecken.

Hinweis: Astrophytum asterias und A. coahuilense bedürfen besonderer Aufmerksamkeit bei der Pflege. Sie gelten allgemein als schwierig, obwohl sie sich sehr einfach aus Samen ziehen lassen.

Vermehrung: am einfachsten generativ durch Samen. Die Samen keimen etwa 3-8 Tage nach der Aussaat auf steriles Substrat (z.B. Ziegelsplitt) bei einer idealen Temperatur zwischen 25-30 Grad und 80-100 % Luftfeuchtigkeit. Bei A. caput-medusae kann die Keimdauer bis zu vier Wochen betragen. Während des Keimvorgangs dürfen die Samen nicht mehr austrocknen, Sonnenschutz verwenden. Zur vegetativen Vermehrung in Sonderfällen werden die Astrophyten in der Pflanzenmitte quer geschnitten, der Stumpf treibt Sprösslinge aus der Zentralachse die man später abnimmt und bewurzelt. In sehr seltenen Fällen sprossen Astrophyten auch aus den Areolen oder den Rippenfurchen (Furchenblüher).

Bilder:
Bestäubung und Samengewinnung
Aussaat
Vermehrung durch Sprosse
Sämlinge im Vergleich
Wuchs gepfropfter Sämlinge
Pfropfen
Umtopfen
Pilzbefall
Bewurzelung

Gattung Astrophytum
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