Wichtige Begleitflora der Gattung
Larrea tridentata (DC.) Coville (Synonym Hediondilla, Creosote) Zygophyllaceae
Larrea tridentata wächst locker verstreut auf steinigen, kiesigen Böden als Flachwurzler. Die Einheimischen nennen sie wegen ihrer weiten Verbreitung südlich bis in den Bundesstaat Hidalgo und oft dominanter Landschaftsprägung „La Gobernadora“. Je nach jährlicher Niederschlagsmenge erreicht dieser anspruchslose, an der Basis verzweigende, immergrüne Busch eine Wuchshöhe von 0,5 bis 3 Meter. In besonders trockenen Zeiten wirft Larrea tridentata einen Teil seiner typisch zweiteiligen Blätter ab, beim ersten Regen entwickeln sich jedoch neue.
Agave lechuguilla Torr. Agavaceae
Die „Lechuguilla“ wächst durch zahlreiche Ausläufer oft Boden deckend in den meisten Habitaten der Astrophyten. Ebenso wie diese bevorzugt sie Kalkböden und meidet Gestein vulkanischen Ursprungs. Sie besitzt sichelförmige und je nach Standort olivgrüne bis grüne, 20-35 cm lange Blätter, deren Unterseite eine Linienzeichnung aufweisen. Der Blütenstand erreicht eine Höhe bis zu 4 Meter. Wegen ihres Saponingehaltes wird sie nach MASON, T. CH.; MASON, B. P. (1987) von Weidetieren gemieden.
Hechtia podantha Mez., Hechtia glomerata Zucc. (Synonym zu H. ghiesbrechtii Lem. ?), Hechtia argentea Baker, Hechtia falcata Engelm. Bromeliaceae
Hechtien sind bodenwachsende Bromelien und bieten Astrophyten häufig Schutz vor Fressfeinden. Insbesondere jungen Exemplaren dienen sie als „Ammenpflanzen“. Dadurch, dass diese Lebensgemeinschaft Sämlinge von Astrophytum zu einem verstärkten Längenwachstum zwingen, um an das Licht zu kommen, sind diese zunächst keulenförmig, später säulenartig. Bei den Pflanzen südlich Tula hat sich diese Eigenart bereits genetisch fixiert. Man findet sie oft in Massenbeständen von Hechtia oder Agave lechuguilla, auch in Mischpopulationen.
Jatropha dioica (1) (2) Cervantes Euphorbiaceae
Jatropha dioica hat kurze, runde, unverzweigte, sehr flexible, bis etwa 1 Meter hohe Triebe. Wegen der Rotfärbung ihres Saftes durch Oxidation an der Luft nennt man sie in Mexiko auch „sangre de drago“. Die Pflanzen sind zweihäusig, d.h. es gibt Individuen mit männlichen Blüten und andere mit weiblichen Blüten, daher das Epitheton „dioica“. Wegen ihrer rutenförmigen, wie zufällig im Boden verteilten Triebe ist die im Winter blattlose „Gummipflanze“ auch ohne Schnitt durch ihren Stamm unverwechselbar.
Acacia farnesiana (L.) Willd. Mimosoideae
Die zahlreichen, feinen, gelben Blüten erscheinen im Frühjahr vor den Blättern und verbreiten einen delikaten Duft. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass der Busch oder Baum von 1 bis 9 Metern Wuchshöhe aus der Neuen Welt zur Gewinnung von Duftölen und Parfüm nicht nur in Mexiko anzutreffen ist. Die Einheimischen nennen ihn „Huizache“ und nutzen das Hartholz auch zur Herstellung von Möbeln.
Fouquieria splendens Engelm. Fouquieriaceae
Fouquieria splendens ist ein stammloser Strauch mit einzelnen Zweigen und einer grauen bis graugrünen Rinde. In der Trockenzeit ist er blattlos. Nach den ersten Niederschlägen im Frühjahr entwickelt er neue Blätter, dann kann man auch seine schönen scharlachroten Blüten bewundern, nach denen er in Mexiko vermutlich seinen Namen Ocotillo erhielt. Die gefährlichen Dornen sind persistierende Mittelrippen der abfallenden Blattspreite. Da seine abgeschnittenen Triebe in die Erde gesteckt einfach wurzeln, wird er auch für Einfriedungen und wehrhafte Zäune verwendet.
Yucca carnerosana (Trel.) McKelvey Agavaceae
Yucca carnerosana bildet nordöstlich der Hauptstadt San Luis Potosí kilometerweite, lichte Wälder. Sie ist in der Regel unverzweigt, wächst säulenförmig bis etwa 6 Meter hoch. Es sind besonders schöne Pflanzen, die man in der mexikanischen Tourismusindustrie gerne auf Plakaten und Werbematerial abbildet.
Sonstige Dornbuschvegetation
Die Prosopisarten nennt man in Mexiko ganz allgemein „Mezquite“. Es sind sehr nützliche Pflanzen. Neben den genießbaren Blättern, Schoten, Samen und Honig erzeugenden Blüten wird das Holz für Bauzwecke und Möbel verwendet. Als Brennholz ist es sehr ergiebig, als Material für Einzäunungen witterungsresistent. Wer sich auf der Suche nach Astrophytum in so bewachsenem Gelände bewegt, muss vorsichtig sein um sich nicht zu verletzen.
Euphorbia antisyphilitica Zucc. Euphorbiaceae
Im Astrophytum Gebiet wächst die „Candelilla“ vorwiegend in Coahuila, wo sie auch wirtschaftlich genutzt wird. Aus dem Wachs der Pflanzen erzeugt man Kerzen, Schuhpolituren, Schmiermittel, Wasser abweisende Überzüge und Isoliermaterial für die Elektrotechnik. Im 19. Jahrhundert war man wohl der Meinung sie würde gegen die Syphilis helfen, sodass sie in der Erstbeschreibung durch Zuccarini dieses Epitheton erhielt.
Weitere Literatur zur Begleitflora:
BRAVO-HOLLIS, H.;
CASTELLA, M. T. (1959);
GLASS, C.; FOSTER, R. (1970, 1970 b, 1971, 1971 b, 1980, 1981, 1983, 1984, 1984 b, 1985);
HERNANDEZ BARRERA, J. T. (1997, 1998);
JACOBSEN, H. (1981);
MASON, T. CH.; MASON, B. P. (1987);
MARTINEZ AVALOS, J. G.; JIMENEZ PEREZ, L. J. (1993);
MEDINA COTA, M. (1981);
MEYRAN, J. (1991);
MOELLER-VILLAR, G. (1993);
PINA, I. (1980);
RAUH, W. (1979);
RZEDOWSKI, J. (1986);
SANCHEZ MEJORADA, H. (1964 b, 1991);
WEHBE, J. A.; ELIZONDO, J. L. (1986).