Astrophytum coahuilense bei Lerdo, Durango


Die Eisenbahnlinie von Saltillo über Parras und Villarreal führte um 1920 bis in die Dreistädte-Metropole Torreon - Gomez Palacio - Lerdo. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass der westlichste Standort von Astrophytum coahuilense bei Lerdo schon 1925 von A. V. Fric genannt wird, der diese Reisemöglichkeiten intensiv benutzte. Er schreibt zum Fundort: „…auf kalkigen, steinigen Felsen in der Nähe von Villa Lerdo im Staat Durango…“.

Durch bauliche Veränderungen ist das Habitat heute unmittelbar am Stadtrand und mit dem Auto auf breiter Strasse bequem erreichbar. Es handelt sich um den aufgelassenen Steinbruch einer früheren Kalkbrennerei, auf etwa 1200 Meter Meereshöhe, in unmittelbarer Nähe des Rio Nazas. Der Bergstock ist durch dichten Bodenbewuchs sehr schwierig zu begehen, da tut man gut daran, auch auf Schlangen zu achten. Am Mittwoch den 25.12.1985 steht in den Feldnotizen des Verfassers: „…die Mimese der Astrophyten ergibt sich vorwiegend durch die Form des herumliegenden Gesteins, erst in zweiter Linie durch die Pflanzenfarbe. Offensichtlich ist die Population schon durch Sammler sehr abgesucht, da nur in den kaum begehbaren, steilen Abbrüchen an der Ostseite des früheren Bergbaus Jungpflanzen stehen…“.

Als dominierende Begleitvegetation findet man Prosopis spec., Fouquieria splendens, Jatropha dioica, Larrea tridentata, Hechtia subulata und ausgiebige Felder von Agave lechuguilla. Deren vertrockneten zwei bis drei Meter hohen Blütenstände sind ausgezeichnet dazu geeignet, bei der Begehung geräuschvoll auf den Boden zu schlagen um, einmal völlig umgekehrt, Klapperschlangen vor dem europäischen Eindringling zu warnen. An Kakteen sind hervorzuheben: Echinocereus stramineus, Echinocactus pectinatus, diverse Mammillarien, Opuntia leptocaulis, Thelocactus bicolor.

Bilder

Astrophytum coahuilense
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