Beschreibungen von / descriptions of Astrophytum capricorne v. aureum (Möller) Okumura



Erstbeschreibung / original description Echinocactus capricornus v. aureus (Astrophytum capricorne v. aureum) MÖLLER, H. (1925): Echinocactus capricornus DIETR. und seine Varietäten Zeitschrift f. Sukkulentenkunde 2 (7): 128-129

[128]
"Echinocactus capricornus var. aureus Möller.

Körper einfach, zylindrisch bis säulenförmig, 20 cm hoch und 6-7 cm Durchmesser, laubgrün. Der Körper der meisten Exemplare ist wie bei der Var. senilis nackt. Bei etwa dem zehnten Teil der erhaltenen Pflanzen ist der Körper mit spärlichen wollflöckchenähnlichen Büschelhaaren besetzt, die regellos über den ganzen Körper verteilt sind. Der Scheitel kaum eingesenkt mit wenig gelblichem Wollfilz. Rippen stets nur 8, scharfkantig, gegen den Scheitel zu spiralig gedreht. Areolen 10-15 mm voneinander entfernt, 5 mm gross, länglich, mit reichlich hellgelbem Wollfilz; später vergrauen und verfilzen diese Wollhaare. Stacheln 15-20, regellos, stielrund, wirr durcheinander, vom Körper abstehend und die ganze Pflanze nestförmig umgebend. Die 5-6 obersten Areolen tragen goldgelbe Stacheln. Die übrigen Areolen haben stahlblaue Stacheln, die, wie bei Echinocactus nidulans, sehr stark ausschiefern. Die Stacheln fallen nicht ab. Am meisten gleicht diese Pflanze der Var. senilis. Der goldgelbe Schopf, der sich prachtvoll vom stahlblauen Waffenkleid der Pflanze leuchtend abhebt, sagt uns, dass wir es hier mit einer neuen Abart des Echinocactus capricornus zu tun haben. Warum die einen
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Exemplare nackt und die anderen mit Wollflöckchen spärlich besetzt sind, kann ich mir nicht erklären. Blüten, Frucht und Samen sind gleich wie bei den oben beschriebenen Pflanzen (Anm.: Astrophytum capricorne, A. v. minor, A. v. senile).

Die Heimat ist die Sierra de la Paila im Staate Coahuila...

...Dass wir es hier mit zwei neuen Varietäten (Anm: A. capricorne v. aureum, A. v. crassispinum) des Echinocactus capricornus Dietr. zu tun haben, steht ausser Zweifel. Die Var. aurea ist charakterisiert durch ihre eigenartige Bestachelung... Eigenartig für diese neuen Varietäten ist der Umstand, dass beide sowohl nackte als auch mit Wollflöckchen bedeckte Körper haben."


Erstnennung / first mention Echinocactus capricornis occidentalis (Astrophytum capricorne v. aureum) OCHOTERENA, I. (1922): Las Cactaceas de Mexico Universidad Nacional Autonoma de Mexico: 112-113

[112]
"...E. (ASTROPHYTUM) CAPRICORNUS Dietr

Es simple, globoso ocolumnar; con aréolas ligeramente hundidas; costillas 7 u 8, altas, agudas y verdes; sus espinas están retorcidas simulando las antenas de un cerambicidio; flores amarillas; ovario escamoso y lanoso.

Area de distribucion: parte occidental del Estado de Coahuila, sierras del norte de la Laguna de Mayrán o Sierra de los Alamitos. En esta region se le conoce con el nombre de "biznaga de estropjo"; forma una variedad que se distingue de la que describe Schumann porque sus espinas son más numerosas (16 a 18 en lugar de 5 a 10) y porque carece de los haces de pelos lanosos que cubren la epidermis de la planta.

El Sr. Patoni opinaba que por los caracteres arriba indicatos, se trata de una variedad bien definida a la que puede imponerse el nombre de oc-
[113]
cidentalis aludiendo a su distribucion geografica, pues las variedades tipo y minor son de region mas occidental, Saltillo y Rinconada..."

Übersetzung / translation (Hoock, H.):

[112]
"E. (ASTROPHYTUM) CAPRICORNUS Dietr.

Ist einfach, kugelförmig oder säulig; mit (ligeramente) eingesenkten Areolen; Rippen 7 oder 8, hoch, scharf und grün; seine Dornen sind gewunden und ähneln den Fühlern eines (cerambicidio); Blüten gelb; Ovarium beschuppt und bewollt. Vorkommen: westlicher Teil des Staates Coahuila, Sierras nördlich der Lagune Mayran oder Sierra de los Alamitos. In dieser Gegend kennt man es unter dem Namen "biznaga de estropajo" (Anm.: estropajo = Bürste); bildet eine Varietät die sich von der Schumann'schen Beschreibung unterscheidet, da seine Dornen wesentlicher zahlreicher sind (16 bis 18 statt 5 bis 10) und da ihm die Wollflöckchen fehlen, welche die Oberfläche der Pflanzen bedecken.

Señor Patoni nimmt wegen der oben aufgezeigten Eigenschaften an, daß es sich um eine gut definierte Varietät handelt, für die sich der Name
[113]
"occidentalis" unter Anspielung auf seine geographische Verbreitung anbietet, denn die Typ-Pflanzen und die Varietät minor befinden sich weiter westlich (Anm.: offensichtlich Druckfehler, es muß anstelle "occidental" wohl "oriental" heißen) bei Saltillo und Rinconada...

[111]
Fig. 90 - Echinocactus (Astrophytum) capricornus Dietr. vom westlichen Teil des Staates Coahuila. (Anm.: dto Bildertexte auf [112] und [113] obwohl verschiedene Pflanzen abgebildet sind, die vermutlich den Unterschied zwischen Typ und Varietät "occidentalis" zeigen sollen)"


Umkombination / recombination Astrophytum capricorne v. aureum OKUMURA, Y. (1933): Classification of Astrophytum, Syaboten-no-Kenkyu 4: 174-175, 195-201, 215-216; Seite / page 175

[175] Der Originalwortlaut liegt nicht vor, sofern ein Besucher der Internetseite helfen kann, bitte Eintrag ins Gästebuch /
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Umkombination / recombination Astrophytum senile v. aureum (Astrophytum capricorne v. aureum) BACKEBERG, C. (1937e): Astrophytum senile FRIC var. aureum MÖLL. Blätter f. Kakteenforschung Jg. 1937-2:

"...Astrophytum senile Fric, v. aureum Möll., ...fast unbeflockt bis kahl, Stacheln strohgelb (Coahuila). Unbeschrieben, von Berger als Varietät genannt; gute Art."


Astrophytum capricorne v. aureum
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