Erstbeschreibung von / original description of Astrophytum capricorne
Echinocactus capricornis (Astrophytum capricorne) DIETRICH, A. (1851): Beiträge zur Cacteenkunde (Echinocactus capricornis) Allgemeine Gartenzeitung 19 (35): 274-275
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"2. Echinocactus capricornis Nob.
E. subglobosus, floccis albis seriatis transverse ornatus, costis septem crassis repando-crenatis, sinubis profundis acutis, aculeis 8-10 validis ancipitibus nigricanticus, omnibus varie curvatis. Habitat in Mexico, in La Rinconada.
Die Pflanze ist ungefähr fünf gute Zoll hoch und fünf Zoll breit, von einer etwas seegrünen Farbe und ebenso wie die vorige (Anm.: gemeint ist Astrophytum ornatum) an den Seiten der Rippen dicht mit reihenweise gestellten weißen Wollflöckchen besetzt, welche wie kleine Schuppen oder Schülfern aussehen, aber unter der Lupe betrachtet, wie ein Büschel von Haaren erscheinen, siebenrippig, mit sehr starken, ausgeschweift- oder fast wellenförmiggekerbten Rippen, die an den stark hervortretenden Kerbzähnen, dicke fleischige Areolen tragen, die mit keiner Wolle besetzt sind, wenigstens an dem mir vorliegenden Exemplare; die Buchten sind sehr tief und spitz. Stacheln 8-10, alle wie in einem Bündel vereinigt, so daß man keinen Cen-
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tralstachel unterscheiden kann, von der Basis an hornartig nach hinten gebogen, dann aber nach oben zu in verschiedenen Richtungen nach allen Seiten hin gekrümmt, stark zusammengedrückt, zweischneidig, unten schwach gewölbt, oberhalb abgeflacht, von einer sehr dunkelbraunen, beinahe schwärzlichen Färbung oder etwas abgeblaßt und dann grau-blau erscheinend, alle aber wie mit einem weißlichen Rost überzogen, von sehr verschiedener Länge und Breite, die längsten wohl über drei Zoll lang, die kürzesten kaum die Länge von einem Zoll erreichend, die breitesten (welche jedoch nicht immer die längsten sind), 1/2 -3/4 Linien breit, die schmaleren nur halb so breit und oft noch schmaler. Die Blumen, einzeln aus dem Scheitel hervorkommend, reichlich 2.5 Zoll lang, mit schlanker walzenförmiger Röhre und trichterförmig erweitertem Saume, der sich fast präsentirtellerförmig im vollkommensten Blüthenzustande öffnet; die Grundfarbe ist schwefelgelb, allein im Centrum der Blume findet sich ein leuchtendes hochrothes Auge, welches ihr ein wahrhaft prächtiges Ansehen giebt, dieses Auge schimmert auch äußerlich durch, wodurch die Kelchröhre, wie mit einer karmoisinrothen Unterhaut versehen, erscheint; diese ist ganz mit einer flockigen Wolle bedeckt, die unten ziemlich dicht steht, oben aber lockerer wird und die Kelchschuppen spinnwebenartig miteinander verbindet. Die unteren Kelchschuppen sind alle zu schwarzen, stechenden, pfriemenförmigen Dornen umgewandelt und stehen dachziegelartig, die oberen sind mehr abstehend und mit der Spitze nach außen gebogen, werden schon blattartig oder kronenblattartig, sind erst schmutzig- dann reiner gelb, haben eine rothe Spitze und auf dieser einen schwarzen Dorn, der sich dann verliert. Kronenblätter ungefähr 30, unregelmäßig in zwei Reihen stehend, lanzettförmig oder eigentlich umgekehrt-lanzettförmig, da sie an der Basis schmaler sind und sich nach der Spitze zu allmählich verbreitern, hier erscheinen sie abgerundet, an den äußeren wohl noch mit einem schwarzen Stachelspitzchen besetzt, an allen eingeschnitten-gesägt, mit sehr ungleichen, theils tiefer, theils seichter gehenden Einschnittchen, an der Basis feurig scharlachroth, darüber mit einem orangegelben Schimmer, der endlich in die schwefelgelbe Farbe des ganzen oberen Theils übergeht. Staubgefäße zahlreich, ganz im Grunde der Blume verborgen und kaum bis zur Hälfte der rothen Färbung hinaufreichend, mit hell orangegelben Staubbeuteln. Griffel fast doppelt länger als die Staubgefäße, mit sieben linienförmigen sehr schmalen gelben Narben, welche 4-5 Linien lang sind."
Astrophytum capricorne
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