Astrophytum capricorne v. minus (Runge & Quehl) Okumura, Feldnotizen
La Rosa, 19.12.1985:
Morgens kalt, bewölkt; Mittags nach Aufheiterung ca. 20 Grad Celsius.
Gelände flach bis sanft hügelig.
Boden stark lehmhaltig-sandig, kaum Humusanteil feststellbar.
Perfekte Gräsermimese der Astrophyten. Die Pflanzen bleiben klein und wachsen in einer relativ dichten Population als "Familien" in Abständen von 20-30 m, in Felsspalten, am Rand von Grasbüscheln, Hechtien. Der Stand ist häufig leicht beschattet. Rippen stets 8, Flocken schütter, haften fest, unten oft fehlend. Dornen dünn und beweglich, Einzelpflanzen mit stärkeren Dornen. Wenig Ameisen, die Blütenreste auf den Pflanzen sind jedoch leer. Vögel am Standort beobachtet, es ist aber fraglich ob sie als Samenverbreiter fungieren, da die rote Frucht von oben sicher nicht zu sehen ist. Vermutlich sind die Ameisen die Samenverbreiter. Anemochorie ist in diesem Gelände auch möglich, wird jedoch durch den dichten Hechtienbewuchs stark eingeschränkt.
La Rosa 08.01.1991:
Morgens 17 Grad Celsius, nach Nebelauflösung gegen 9 Uhr vormittags bereits 25 Grad Celsius, später 30 Grad Celsius und mehr.
Es sind deutlich weniger Pflanzen vorhanden als 1985, vermutlich abgesammelt. Die noch vorhandenen Exemplare sind sehr versteckt und dadurch auch wenig "photogen". Die Dornen an den Astrophyten sind relativ häufig breiter: Sammlerselektion durch Entnahme der "idealen", dünn-dornigen Stücke? Steine rost-rot mit weißen Flecken (woher?).
General Cepeda 08.01.1991:
Dichte Pflanzenpopulation, jedoch keine sehr großen Exemplare. Biotop identisch mit La Rosa. Die Bedornung der Astrophyten erscheint kräftiger.
Bilder vom Standort La Rosa (1985)
Bilder vom Standort La Rosa (1991)
Bilder vom Standort General Cepeda (1991)
Bilder vom Standort Dulces Nombres (10.1993)
Astrophytum capricorne v. minus
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