Astrophytum capricorne, Einführung


Poselger, H. fand Astrophytum capricorne 1851 auf seiner Amerikareise bei La Rinconada, Nuevo León, in der Nähe von Saltillo. Es ist erstaunlich, dass genau diesen kleinen Ort der Arzt Wislizenus, A. F. schon am 24. Mai 1847 besuchte und die Flora beschrieb, ohne Astrophytum zu erwähnen. Den Aufzeichnungen ist zu entnehmen, dass seine militärische Einheit dort kein Nachtlager aufschlug. Die Pflanzen in La Rinconada haben typisch rostrote Flocken im Neutrieb, an anderen Fundorten in Coahuila sind inzwischen Populationen gefunden worden, bei denen die Flocken durchwegs weiß sind (Bustamante). Aber auch abgesehen von der Flockenfarbe ist das Capricorne sehr variabel bezüglich der Flockendichte, Dornenfarbe, -stärke, -länge und deren Anordnung am Körper. Sehr konservativ ist Astrophytum capricorne hingegen bezüglich seiner 8 Rippen. Es ist schon ein großer Zufall, dass für die Erstbeschreibung eine äußerst seltene 7-rippige Pflanze zur Verfügung stand. Die Blüten sind groß, die Früchte sehr samenreich. In einer Cristatform von La Rinconada fanden sich 587 Samen.

Astrophytum capricorne
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