Astrophytum asterias, Historie



1842 Entdeckung durch Baron Karwinsky in der Tierra Caliente, Tamaulipas. Nach Sadovsky & Schütz führte Karwinsky 1826-1832 eine bayerische und 1840-1843 eine russische Expedition in Mexiko durch. Dies würde auch erklären warum Astrophytum asterias auch nach Petersburg gelangte.

1843 Zuccarini, München, erhält Pflanzen von Karwinsky

1844 erste Blüte eines Astrophytum asterias in Europa. Nach Gräser blühten damals im Botanischen Garten in München in mehreren Stücke: GRÄSER, R.(1941): Einiges über Astrophytum asterias, Beiträge zur Sukkulentenkunde, Jahrgang 1941 (1) S. 22

1845 Erstbeschreibung durch Zuccarini. Echinocactus asterias (Astrophytum asterias) ZUCCARINI, J. G. (1845): Echinocactus asterias in: Abhandlungen der mathem.-physik. Classe der Königlich Bayrischen Akademie der Wissenschaften, IV-2: 13-18, Tab. III

1845 Karwinsky sendet Astrophytum asterias auch an den Kaiserlichen Garten zu Petersburg: ZUCCARINI, J. G. ebenda S. 15

1848 Haage besitzt Pflanzen in seiner Sammlung. MÜHLENPFORDT, F. (1848): Beiträge zur Cacteenkunde (6. Echinocactus asterias MARTIUS), Allgemeine Gartenzeitung Band 16, Heft 2, Seite 10

1850 Nachbeschreibung von Echinocactus asterias (Astrophytum asterias) durch SALM-DYCK, J. (1850): Cacteae cultae in Horto Dyckensi anno 1849 Bonn: 155

1853 In französchischen Sammlungen gibt es kein Astrophytum asterias: LABOURET, J. (1853): Monographie de la Famille des Cactees, Seite 204

1868 Umkombination in Astrophytum asterias durch LEMAIRE, CH. (1868): Les Cactees Libraire agricole de la Maison Rustique, Paris: 49-51

1850 bis 1919 verschollen

1896 Schumann verwechselt ein Astrophytum myriostigma das Reichenbach aus Mexiko mitbringt mit Astrophytum asterias: SCHUMANN, K. (1896): Echinocactus asterias ZUCC., Monatsschrift f. Kakteenkunde, Band 6 (2) Seite 23

1903 Ein Foto eines Astrophytum myriostigma von DE LAET mit sehr genäherten Areolen wird in der Monatsversammlung der Deutschen Kakteengesellschaft besprochen. SCHUMANN spricht die Vermutung aus, dass es eventuell Astrophytum asterias sein könnte.

1912 Rose N.L. erhält von Radlkofer aus München ein Original Zuccarini Herbarstück: BRITTON, N. L.; ROSE, J. N. (1937): The Cactaceae - Descriptions and Illustrations of Plants of the Cactus Family, Carnegie Inst. of Washington, 2. ed.: Vol.III; 182-185; Plate XXI, XXII, Seite 184

1919 Octavio Solis findet Astrophytum asterias in Barretillas, Nuevo Leon und in Ciudad Guerrero, Tamaulipas

1921 Contreras sammelt an den Solis Fundorte Pflanzen und sendet sie an Britton & Rose um die Diagnose zu bestätigen (Britton & Rose, 1922). Sadovsky & Schütz behaupten irrigerweise und ohne es zu begründen, dass Britton & Rose Astrophytum asterias mit Lophophora verwechselt hätten: SADOVSKY, O.; SCHÜTZ, B. (1979): Die Gattung Astrophytum, Flora-Verlag, Titisee-Neustadt Seite 74

1923 Fric findet das Astrophytum asterias in der Tierra Caliente wieder. Nach Angaben von Sadovsky sammelte er auf den Ländereien des Ingenieurs CASTANEDA. nachdem er die Pflanzen im Botanischen Garten von Mexiko City gesehen hatte. Fric sammelte ca. 2000 Exemplare, zwei Drittel sind beim Transport am Zollamt Podmokly erfroren wie er selbst berichtet: FRIC, A. V. (1925): Rod Astrophytum Band 29, Heft 10, Seite 33-35

1927 Erstbeschreibung von Echinocactus asterias v. nudus (Astrophytum asterias v. nudum) MÖLLER, H. (1927): Beobachtungen an Astrophyten Zeitschrift f. Sukkulentenkunde 3 (3): 54

1931 Mexikanisches Gesetz verbietet Ausfuhr gefährdeter Pflanzen wie auch Astrophytum asterias: Anonym (1931): Aus der amerikanischen Zeitschrift Desert (New Mexican Laws Concerning Cacti), Monatsschrift d. DKG, Band 3 (5) Seite 71

1935 das Texas Astrophytum ist nahezu ausgerottet

1967 Wood, A. D. findet nach Angaben von Benson (1969) am. 10. September 1967 Pflanzen nordöstlich von Roma in Starr County, Texas

1979 Erstbeschreibung von Astrophytum asterias praespec. texensis SADOVSKY, O.; SCHÜTZ, B. (1979): Die Gattung Astrophytum Flora-Verlag, Titisee-Neustadt: 160. Da sich die texanischen Pflanzen nicht von den mexikanischen unterscheiden ist die Erstbeschreibung der Synonomie zuzuordnen.

1981 YTO erweitert die bereits umfangreiche Synonymie durch mehrere weitere Namen ohne Entsprechung eines taxonomischen Ranges in der Natur. z. B. Astrophytum asterias v. nudum ITO, Y. (1981): The Cactaceae - Classification and Illustration of Cacti by Yoshio Ito Japan: 508

1988 Hoock, H. vermutet ein rein gelb blühendes Exemplar von Astrophytum asterias bei Zuccarinis Erstbeschreibung und erklärt die damit verbundenen historischen Irrtümer für die Gattungsgliederung: HOOCK, H. (1988): Ein Zufall mit weitreichenden Folgen: Die Erstbeschreibung von Astrophytum asterias (ZUCCARINI) LEMAIRE, Kakteen und andere Sukkulenten, Band 39 (12) Seite 294-298

1990 DAMUDE, N.; POOLE, J. (1990): Status report on Echinocactus asterias (Astrophytum asterias), U.S. Fish and Wildlife Service, Albuquerque, New Mexico page 1-58

Literatur vom Autor:
Ein Zufall mit weitreichenden Folgen...
Am Standort von Astrophytum asterias in Texas..
Eine Überraschung am Standort von Astrophytum asterias...

Erstbeschreibungen
Astrophytum asterias
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