Zur Herkunft und der Entstehung des Kultivars Super Kabuto / Miracle Kabuto auszugsweise aus einer Veröffentlichung durch KOBAYASHI, A. (1996): Cacti and succulents in Japan, part 3, Cact. Succ. Journ. (US) 68(5): 245-249


Übersetzung aus dem Englischen Heinz Hoock:

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"In Japan ist gut bekannt, dass die Pflanze Super Kabuto als natürliche Mutation am Standort entstanden ist. Ich möchte hier kurz ihre Geschichten wiedergeben:

Super Kabuto

T. Sato (1986, 1993) berichtet, dass M. Takeo die Elternpflanze des Super Kabuto 1981 in einer U.S. Gärtnerei fand, wo sie aus Vernachlässigung gelb gefärbt war. Trotzdem waren die großen weißen Flocken beachtlich. Durch die Pflege von Takeo wurzelte die Pflanze neu und blühte das nächste Jahr. Ungefähr 30% der ersten hundert Sämlinge hatten ähnliche Flocken. Sato kaufte die Elternpflanze und alle Sämlinge und gab ihnen den Namen Super Kabuto. Er bot sie im April 1983 zum ersten Mal in seinem Gärtnereikatalog zum Verkauf an.

Bedauerlicherweise starb die Originalpflanze (Figur 1), aber viele Nachkömmlinge überlebten. M. Takeo erzeugte viele Kreuzungen mit A. asterias. Einige dieser Rassen besaßen ausgeprägte Merkmale und wurden Super Snow White (Super-Schneewittchen) und Zebra (oder Tiger) genannt. Die Snow White Rasse hatte sehr dichte Flocken die den gesamten Körper bedeckten, während Zebra bandförmige Flockenfelder formte. A. Shimizu (1994) stellte fest, dass die zwei Rassen von einer Kreuzung dicht beflockter A. asterias stammten. Bei den frühen Kreuzungen waren einige der Ausgangspflanzen bereits hybridisiert und deshalb gab es oft bedornte Klone.

Selbstverständlich ist Super Kabuto durch seine großen weißen Flocken erkennbar, aber die folgenden

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Unterschiede sollten auch beachtet werden (Sato, 1986, 1993; Shimizu, 1994):

1. Sein genetischer Einfluss auf die nachfolgenden Hybriden ist groß, obwohl T. Sato (1993) Zwischenformen erzeugte und auch einige typische A. asterias Formen häufig in der F2 und späteren Generationen auftauchten. Ich glaube, dass man Super Kabuto als Rasse einstufen sollte.

2. Die Flocken sind weich.
3. Die Epidermis ist härter als in der normalen Form von A. asterias und bricht leicht.
4. Der Körper ist klein, der Durchmesser Elternpflanze hat nur 8 cm.
5. Die Areolen sind klein.

Die Züchter von Kabuto versuchen größere Körper und Areolen zu erhalten, ohne Risse in der Epidermis, aber das ist sehr schwer zu erreichen.

Miracle Kabuto

1980 wurde ebenfalls die Elternpflanze von Miracle Kabuto durch M. Takeo eingeführt, der sie unter einer großen Zahl von feldgesammelten A. asterias in einer U.S. Gärtnerei fand. Sie wurde durch T. Sato als Miracle Kabuto benannt. Es ist allseits bekannt, dass die Originalpflanze für drei Millionen Yen verkauft wurde! Ich freue mich berichten zu können, dass die Pflanze noch lebt (Figur 3, 4). Die Unterschiede zum Super Kabuto sind folgende:

1. Der Körper ist groß, an die 19 cm dick und 16 cm hoch.
2. Die weißen Flocken sind nicht weich.
3. Die Reproduktion aus Samen ist sehr schwierig.

Die Flocken in der Nähe der Basis der Originalpflanze sind klein, so wie beim normalen A. asterias. T. Sato (1986) dachte , dass die Charakteristik von Miracle Kabuto nur bei großen, erwachsenen Pflanzen erscheinen würde. Das Foto in Cacti von C. Innes und C. Glass (1991) ist von einem Super Kabuto, nicht Miracle Kabuto. Nachdem das Foto mit "Mirakuru Kabuto” (“mirakuru" bedeutet miracle = Wunder) bezeichnet ist, muss es von einem Japaner stammen, der die beiden vermutlich verwechselt hat. Gegenwärtig ist kein Miracle Sämling erhältlich, selbst in Japan.

Es gibt eine weitere Rasse von Miracle Kabuto in Japan. Das schönste Exemplar schmückte die Umschlagseite von Kabuto, veröffentlicht von der Kabutophile Society of Japan (Figur 6). Dieser Klon wird der Miracle Kabuto F2 Generation zugerechnet. Seine korrekte Herkunft ist ungewiss. Seine Flocken unterscheiden sich vom typischen Miracle Kabuto dadurch, dass sie denen von Super Kabuto ziemlich ähnlich sind. Einige Gärtner fordern dass diese zweite Rasse nicht dem echten Miracle Kabuto zuzurechnen ist und deshalb der Name nicht dafür verwendet werden sollte. Trotzdem entschieden die Kabutophilen den Namen Miracle Kabuto F2 zu verwenden, bis der Originalklon verfügbar ist. Wenn dieser

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keine Gene des Originalklons enthält, dann sind es einfach großartige Sämlinge von A. asterias..."

Astrophytum asterias
Astrophytum asterias cv. Super Kabuto & Mirakuru
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