Zum Titelbild: Astrophytum coahuilense
Die Entdeckung von Astrophytum coahuilense (Möll.) Kays. verdanken wir Dr. Carl Purpus, der diese schönen Pflanzen 1903 auf einer seiner abenteuerlichen Reisen durch Mexiko in Coahuila sammelte. Man betrachtete sie zunächst lediglich als "weiße" Form von Astrophytum myriostigma LEM., das schon über ein halbes Jahrhundert aus dem südlichen San Luis Potosi gut bekannt war. Später stellten sich aber wesentliche Unterschiede heraus, die zur Erstbeschreibung des Purpus-Fundes durch H. Möller führten. Hauptsächlich sind dies eine große, rotschlundige Blüte sowie Früchte, Samen und Keimlinge die mehr dem Astrophytum capricorne (Dietr.) Britt. et Rose und nicht Astrophytum myriostigma gleichen.
Von einem der damaligen Purpus-Fundorte bei Torreon stammt auch das Titelbild. Es zeigt ein altes Exemplar mit einem Durchmesser von 18 cm bei 31 cm Höhe. Trotz gelegentlicher Rippeneinschubversuche besitzt es noch immer seine typische, fünfrippige Form. In die Umgebung mit großen Kalksteinbrocken ist es im spärlichen Schatten von Larrea tridentata (DC.) Coville und Jatropha dioica Cervantes optisch so perfekt eingepaßt, daß es an seinem wunderschönen Aussichtsplatz hoch über dem Rio Nazas vor seinen natürlichen Feinden gut geschützt ist. Mehr über Astrophytum coahuilense in diesem Heft.

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