HOOCK, H. 1986 . Kakt. and. Sukk. Band: 37 Heft (7) Seite (Umschlagblatt) Zum Titelbild: Astrophytum capricorne (DIETRICH) BRITTON & ROSE


Zum Titelbild: Astrophytum capricorne (DIETRICH) BRITTON & ROSE

Astrophytum capricorne (Dietrich) Britton & Rose ist in seiner mexikanischen Heimat über ein ausgedehntes Gebiet verbreitet, das man mit dem geographischen Dreieck Monterrey-Monclova-Torreon etwa umreißen kann. Da es den verschiedenen Standorten mimetisch hervorragend angepaßt ist, gibt es verständlicherweise eine große Variationsbreite seiner Erscheinung. Bezüglich ihrer acht Rippen verhalten sich die "Capricornen" jedoch sehr konservativ. Lediglich nach Scheitelverletzungen sprossen sie manchmal mehrrippig, reduzieren aber später die Rippenzahl wieder. Die abgebildete Pflanze weicht von dieser Norm wesentlich ab. Ihre Tendenz zur Cristatbildung ist unverkennbar, obwohl sie noch einen punktförmigen Scheitel besitzt. Ein weiteres Indiz für ihre Neigung zur Verbänderung ist die gesteigerte Anzahl und die Anordnung von Narbenästen und Staubfäden. Cristatformen von Astrophyten sind in der Natur sehr selten und in der Regel nur bei alten Exemplaren der reingelbblütigen Arten zu finden. Von Astrophytum capricorne wurde bisher noch keine bekannt.

Astrophytum capricorne
Foto: Uwe Schramm
Text: Heinz Hoock. Siehe hierzu auch den Beitrag "Die Astrophyten von Cuatro Cienegas" auf Seite 141.

Artikel
Startseite